Mobil und Flexibel

„Mobilität und Flexibilität spielen in der heutigen Zeit fast in allen Bereichen unseres Lebens eine entscheidende Rolle. In unserem Expertengespräch zeigen Markus Eder, Geschäftsführer von Tyczka Energy, und Steffen Liebert, Produktmanager MOTOGAS, auf, wo die Trends im Bereich des innerbetrieblichen Fuhrparks liegen und wo in Unternehmen sonst noch Flexibilität besonders gefordert ist.

Eder: Die Mobilität vollzieht derzeit einen Wandel, ein deutlicher Trend geht hin zur Elektromobilität. Dennoch können sich die meisten von uns noch nicht vorstellen, dass das erklärte Ziel der Bundesregierung – bis zum Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf deutsche Straßen zu bringen – tatsächlich erreicht wird. Doch selbst in unserer Unternehmenssparte, in der wir MOTOGAS für innerbetriebliche Fuhrparks anbieten, spürt man diese Tendenz zu Elektromobilität bereits. Aber hierzu kann Herr Liebert, unser MOTOGAS-Experte, sicher mehr erzählen.

Liebert: Ja, man hat schon das Gefühl, dass auch bei den Gabelstaplern derzeit viel in Richtung Elektromobilität geht, doch eigentlich ist die Technologie noch gar nicht richtig ausgereift. Selbst große Hersteller räumen ein, dass die Batterietechnologie noch rund zehn Jahre benötigt, bis sie wirklich vernünftig funktioniert. Somit sind Treibgasstapler als Bindeglied zwischen Diesel- und Elektromodellen so schnell nicht wegzudenken. Man kann vielleicht von einer Umverteilung der Energiearten sprechen. Da Treibgasstapler im Gegensatz zu Dieselmodellen keine krebserregenden Partikel ausstoßen, werden sie diese wahrscheinlich in vielen Bereichen ablösen. Bei kleineren Unternehmen, die im Ein-Schicht-Betrieb arbeiten, geht die Tendenz aber tatsächlich eher zum Elektrostapler.

Eder: Kann man dann sagen, dass der Treibgasstapler an sich in Zukunft eher größer wird?

Liebert: Ja, früher konnte der Durchschnittsgabelstapler 2,5 Tonnen heben. Die Treibgasstapler in heutigen Flotten liegen meist bei 6 – 8 Tonnen, Elektrostapler meist unter 3 Tonnen. Es gibt zwar auch Elektrostapler um die 5 Tonnen, aber hier kostet allein die Batterie circa 11.000 Euro. Und diese Batterien sind oft sehr empfindlich und können leicht durch falsche Anwendung, falsches Laden etc. beschädigt werden. Generell sind die Kosten für Batterien und Infrastruktur aller Elektrostapler recht hoch – vor allem, wenn man bedenkt, dass sie in vielen Bereichen an ihre physikalischen Grenzen stoßen. Zum Beispiel wenn sie großer Hitze oder Kälte ausgesetzt sind oder im unebenen Gelände eingesetzt werden sollen. All das zeigt sich aber oftmals erst im täglichen Betrieb. Bei einigen Kunden, die auf Elektro umgestellt haben, ist die Ernüchterung groß, da ihre vorherigen Gabelstapler deutlich flexibler und robuster waren und die neuen schwieriger im Handling sind.

Eder: Und wie ist das eigentlich mit dem Betanken? Wenn Stapler im Drei-Schicht-Betrieb im Einsatz sind, spielen ja auch der Tankvorgang und die dafür benötigte Zeit eine große Rolle.

Liebert: Auch hier sind die Elektrostapler derzeit noch am langsamsten. Die leere Batterie muss komplett aus- und die neue wieder eingebaut werden. Außerdem müssen die Batterien in einem separaten Raum aufgeladen werden, da dabei gesundheitsschädliche Dämpfe entstehen. Das sind Kosten und Lagerkapazitäten, die man beachten muss. Diesel und Gas hingegen können problemlos draußen gelagert werden.

Eder: Apropos draußen lagern: Wenn man so eine Gastankstelle auf dem Hof stehen hat, dann könnte man damit doch auch Pkw oder Lkw betanken, oder?

Liebert: Ja, wir haben Kunden, die betanken auch ihre Flotten-Pkw an der betriebsinternen Flüssiggas-Tankstelle. Es gibt sogar bereits Lkw, die mit einer Mischung aus Diesel und Propangas fahren. Auch unsere Spedition Transgas hat einige ihrer Lkw darauf umgerüstet. Und da wir MOTOGAS durch Zertifikate CO2-neutral gestellt haben, fahren die Kunden klimaneutral.

Eder: Hinzu kommt dann noch die Feinstaubthematik – die gerade in Ballungsgebieten ein ernst zu nehmendes Problem darstellt. Hier kann man mit MOTOGAS einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung leisten. Gerade bei Kunden, die Wert auf Nachhaltigkeit legen, punktet Tyczka Energy sicher auch in Zukunft mit dem CO2-neutralen und flexiblen MOTOGAS. Doch als Unternehmen ist uns nicht nur die ökologische Nachhaltigkeit wichtig, sondern auch die soziale. Und auch dort spielt die Flexibilisierung eine immer bedeutendere Rolle. Das zeigt sich zum Beispiel an unseren flexiblen Arbeitszeitmodellen – zurzeit haben wir 24 verschiedene. Das Stichwort ist hier natürlich die Work-Life-Balance. Wir möchten  den individuellen Bedürfnissen und Wünschen unserer Mitarbeiter so gut wie möglich entgegenkommen. Es gibt beispielsweise einen prozentualen Schlüssel, der genau aufzeigt, wie viel weniger Lohn man erhält, wenn man einen Tag mehr Urlaub pro Jahr haben möchte. Natürlich muss das Modell mit der zuständigen Führungskraft abgestimmt werden, aber generell gibt es bei uns viele Möglichkeiten, die Arbeitszeiten flexibel zu gestalten. Homeoffice oder auf Prüfungsphasen abgestimmte Arbeitszeiten für Auszubildende sind nur zwei weitere Beispiele.

Liebert: Wahrscheinlich ist auch durch den demografischen Wandel heute noch mehr Flexibilität im Unternehmen gefragt, oder?

Eder: Ja natürlich, die Bevölkerung und somit auch unsere Belegschaft wird immer älter. Hier kommt zum einen das Thema Alterspflege auf. Wenn sich Mitarbeiter beispielsweise um die Pflege von Eltern oder Verwandtschaft kümmern möchten, bieten wir Modelle mit reduzierter Arbeitszeit an. Auch Altersteilzeit oder flexibles Aussteigen aus dem Arbeitsleben sind bei uns möglich. Wir entscheiden auch individuell, wie ein gutes Ausgleiten aus dem Arbeitsalltag aussehen kann. Damit einerseits die Kompetenz des Mitarbeiters nicht plötzlich verloren geht und der Arbeitnehmer auch nicht mit Eintritt der Rente in ein „Loch“ fällt oder sich nicht mehr gebraucht fühlt. Davon profitieren beide Seiten.

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